Woher kommt Kaffee?

Kaffee ist weltweit eines der wichtigsten Handelsprodukte und für viele Länder eines der wichtigsten Exportgüter. Heute werden jährlich rund 140 Millionen Säcke à 60 kg Rohkaffee produziert. Die Kaffeepflanze ist jedoch ein wahres Sensibelchen und gedeiht nur unter ganz bestimmten klimatischen Voraussetzungen. Sie braucht ein ausgeglichenes Klima ohne extreme Temperaturschwankungen, Schutz vor Sonne und Wind sowie ausreichend Niederschlag und optimale Bodenbeschaffenheit. All das findet sich rund um den Äquator, weshalb auch hier die Anbauländer im so genannten Kaffeegürtel zu finden sind.

Ursprünglich stammt der uns bekannte Kaffee aus Äthiopien. Heute sind Brasilien, Vietnam und Indonesien weltweit die größten Kaffeeproduzenten.

Schmeckt Kaffee immer gleich?

Wie alle Naturprodukte unterliegen auch Kaffeebohnen gewissen Schwankungen in Geschmack und Qualität. Damit röstfeine Klassiker wie RONDO Melange und MONA Gourmet dennoch stets gleich lecker schmecken, wird Qualitätskontrolle deshalb bei Röstfein groß geschrieben. So nehmen wir zum Beispiel von jedem angelieferten Rohkaffee Stichproben. Diese werden geröstet, gemahlen und verkostet. Erst wenn die geschulten Nasen und Gaumen unserer Qualitätsprüfer grünes Licht geben, gewähren wir den Bohnen Einlass in unsere Kaffeerösterei.

Welche Arten Kaffee gibt es?

Die Kaffeepflanze gehört zur Familie der Rubiazeen, den Rötegewächsen, zu der rund 500 Gattungen mit 6.000 Arten gehören. Eine davon ist Kaffee, oder botanisch: Coffea. Wirtschaftlich bedeutend sind jedoch nur zwei Coffea-Arten: Coffea Arabica und Coffea Canephora, die wir unter Arabica und Robusta kennen. Diese beiden Arten machen 99 % des gesamten Welthandels aus, wobei ca. 60 % der Welternte auf Arabica entfällt und rund 40 % auf Robusta.

Arabica Kaffee gilt als bekömmlicher, mit etwas feinerem und fruchtigerem Geschmack. Robusta Bohnen schmecken oft etwas bitterer, bilden aber wegen eines geringeren Ölanteils eine länger haltbare Crema. Auch in Sachen Koffein hat Robusta mit einem doppelt so hohen Gehalt die Nase vorn.

Übrigens: Streng genommen ist die Kaffeebohne gar keine Bohne, sondern eine Kirsche.

Gibt es verschiedene Röstverfahren?

Das Rösten verleiht den Kaffeebohnen ihr unverwechselbares Aroma. Nicht umsonst werden Rösten und das anschließende Mahlen das „Veredeln“ des Kaffees genannt. Hier entscheidet sich maßgeblich, wie der Kaffee am Ende schmeckt. Und deshalb legen wir bei Röstfein so viel Wert darauf. So viel, dass wir sogar ein eigenes Röstverfahren erfunden haben: das Wirbelschichtverfahren. Anders als beim herkömmlichen Rösten in großen Trommeln, haben die Kaffeebohnen hier keinen Kontakt zu den heißen Außenwänden, wo sie verbrennen würden. Unser Wirbelschichtverfahren arbeitet im Prinzip wie ein überdimensionaler Fön: Die Kaffeebohnen fallen in einen fünf Meter hohen Zylinder, in den von unten heißer Wasserdampf einströmt. Dieser wirbelt die Bohnen kräftig durcheinander und erhitzt sie dabei auf rund 250° C. Für karamellisierte Bohnen lassen wir eine Zuckerlösung in den Zylinder spritzen. Durch die Hitze verdampft das Wasser, der Zucker karamellisiert und legt sich gleichmäßig um die Bohnen.

Wie entsteht löslicher Kaffee?

Löslichen Kaffee nennt man auch Instantkaffee oder Kaffee-Extrakt. Für ihn gilt ein striktes Reinheitsgebot: Er darf nur aus Röstkaffee unter Verwendung von Wasser hergestellt werden und keine Zusatzstoffe enthalten. Im ersten Schritt wird der Rohkaffee geröstet – meist etwas dunkler als bei Bohnen, die zum Filterkaffee bestimmt sind. Anschließend werden die Bohnen gleichmäßig fein gemahlen. Das Pulver durchläuft dann eine Reihe großer Stahlzylinder, die mit heißem Wasser gefüllt sind. Dort werden die löslichen Substanzen extrahiert – der Kaffee wird praktisch aufgebrüht. Am Ende kommt der so genannte „Dünnsaft“ heraus, der nach einem erneuten Filtern und Schleudern zum „Dicksaft“ konzentriert wird. Diesem wird dann vollständig das Wasser entzogen und übrig bleibt das Granulat des stark konzentrierten Röstkaffee-Aufgusses.

Ist Kaffee gesund?

Kaffee ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen und seit jeher für seine belebende Wirkung bekannt. Der Wachmacher am Morgen oder die Kaffeepause im Büro sind lieb gewonnene Rituale. Immer wieder ranken sich jedoch Gerüchte und Geschichten um den Kaffee, die ihm eine ungesunde Wirkung andichten wollen. So soll Kaffee zum Beispiel den Blutdruck steigern. Heute weiß man jedoch, dass Bluthochdruck eher im Zusammenhang mit Übergewicht, Bewegungsmangel und dem Natrium-Kalium-Haushalt im Körper zusammen hängt. Auch Herz und Kreislauf sollen von Kaffee negativ beeinflusst werden, was zahlreiche wissenschaftliche Studien jedoch nicht belegen konnten. Auch dass Kaffee dem Körper angeblich Flüssigkeit entzieht, ist heute widerlegt.

Auf der anderen Seite kann Kaffee eine gesunde Lebensweise unterstützen. Einige Studien deuten darauf hin, dass Kaffeetrinker ein geringeres Risiko haben, an Krebs zu erkranken. Kaffee scheint auch eine Schutzfunktion für Leber und Darm auszuüben und die Entstehung von Gallensteinen zu hemmen. Koffein besitzt darüber hinaus eine schmerzlindernde Wirkung und wird deshalb schon seit langem bei Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt.

Wie bewahrt man Kaffee am besten auf?

Röstkaffee ist ein Frischeprodukt und verliert mit der Zeit automatisch an Aroma. Bei ganzen Bohnen geschieht das etwas langsamer, da sie im Vergleich zu gemahlenem Kaffee eine kleinere Oberfläche haben. Trotzdem: Ist die Kaffeepackung erst einmal geöffnet, sollte sie immer wieder fest verschlossen und so schnell wie möglich aufgebraucht werden. Ganze Bohnen können in ein luftdichtes Gefäß umgefüllt werden, gemahlener Kaffee sollte lieber in der Originalpackung bleiben. Generell sollte Kaffee an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort lagern. Vom Kühlschrank raten wir eher ab. Dort verflüchtigen sich die Aromen zwar langsamer, der Kaffee kann jedoch sehr schnell Feuchtigkeit und fremde Gerüche annehmen. Und wer will schon einen Kaffee, der nach Salami oder Bergkäse schmeckt?

Welche Stoffe stecken in Kaffee?

Kaffee ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Über 1.000 Substanzen stecken in jeder Kaffeebohne. Die Menge der Substanzen variieren je nach Kaffeesorte, Wachstumsbedingungen der Pflanze und Röstverfahren.

Kohlenhydrate machen etwa ein Drittel der Kaffeebohne aus. Sie werden jedoch genau wie die Eiweißstoffe beim Rösten zu anderen Verbindungen umgewandelt oder komplett abgebaut. Vier bis zwölf Prozent machen die Säuren im Rohkaffee aus. Von ihnen gibt es rund 80 Stück und sie beeinflussen den Geschmack maßgeblich. Neben dem allseits bekannten Koffein enthält Kaffee auch wichtige B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium.

Woran erkennt man nachhaltigen Kaffee?

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Und das völlig zurecht, denn wir alle sollten versuchen, unsere Welt ein kleines Stück besser zu machen. Einen kleinen Schluck besser machen Sie die Welt mit nachhaltigem Kaffee. So stammt zum Beispiel unser O‘VERDE Bio-Kaffee aus zertifiziertem ökologischen Anbau. Auch jenseits der offiziellen Siegeln setzt sich Röstfein für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen ein. Mit dem Beitritt zum Common Code for the Coffee Community Association 4C verpflichten wir uns freiwillig zur Einhaltung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Standards in den Kaffee-Ursprungsländern. Ein Verhaltenskodex sieht unter anderem das Verbot von Kinderarbeit, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und den Einsatz unerlaubter Pestizide vor. Röstfein Kaffee können Sie also immer mit gutem Gewissen genießen.

Welche Arten der Zubereitung gibt es?

Bevor röstfeine Bohnen zu herrlich genussvollem Kaffee werden, haben sie eine lange Reise und eine behutsame Behandlung hinter sich. Damit all die Mühe nicht umsonst war, sollten Sie beim Aufbrühen darauf achten, dass Ihr Kaffee sein volles Aroma entfalten kann. Generell schmeckt Kaffee frisch gemahlen am besten. Das verwendete Wasser sollte kalkarm und 95° C heiß sein – kochendes Wasser würde zu viele Aromen zerstören. Auch wenn Pads und Kapseln eine sehr gute Qualität haben – von Hand gefilterter Kaffee ist immer noch Geschmackssieger. Das Beste aus den Bohnen holen Sie übrigens mit einer Cafétière heraus, auch bekannt als French Press. Anders als beim Filterkaffee lässt das Presssieb die feinen aromatischen Öle im Kaffee und nicht im Papierfilter.

Die älteste Methode einen Kaffee zuzubereiten ist wohl die des Türkischen Kaffees, auch Mokka genannt. Sehr fein gemahlener Kaffee wird dabei zusammen mit Wasser, Zucker und Kardamom erhitzt, bis sich ein feiner Schaum bildet. Moderner geht es heutzutage mit den Halb- und Vollautomaten, die auf Knopfdruck jeden gewünschten Kaffee liefern. Welche Art der Zubereitung Sie auch bevorzugen – nehmen Sie sich Zeit und Muße, Ihren Kaffee zu genießen.